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Verwaltungshochhaus

Blick auf das Verwaltungshochhaus vom Innenhof.
Blick auf das Verwaltungshochhaus vom Innenhof.

Nachdem die Thüringische Regierung am 7. Juli 1948 Erfurt zur Hauptstadt des Landes Thüringen bestimmt hatte, entstand zwischen Mai 1950 und Oktober 1951 nach Entwürfen von Egon Hartmann (*1919) das Verwaltungshochhaus gemeinsam mit dem gegenwärtigen Plenarsaal und dem Verbindungsbau zum Fraktionsgebäude. Das Hochhaus sollte ursprünglich als Sitz des Ministerpräsidenten und als Ministerialgebäude, der Plenarsaal als Schwurgerichtssaal dienen.

Die schlichte Architektur des im Volksmund als "Eierkiste" bezeichneten Achtgeschossers, dem ersten Hochhaus in Thüringen, lehnten die SED-Machthaber als "formalistisch" und "kosmopolitisch" ab. In dem Verwaltungshochhaus war nach Auflösung der Länder im Jahre 1952 bis zum Ende der DDR der Rat des Bezirkes Erfurt untergebracht.

Von 1990 bis 1995 wurde der Gebäudekomplex von Landtag und Teilen der Landesregierung gemeinsam genutzt, danach stand das Hochhaus dem Landesparlament allein zur Verfügung. Die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks, in dem auch die Landtagpräsidentin ihr Büro hat, wurde 1999 abgeschlossen.